Peats Redaktion

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19.08.13

Neue Länder-Studie zur Personal-Eignungsdiagnostik

Welche Länder nutzen Eignungsdiagnostik bei Einstellungsprozessen häufig - und welche weniger?

Bereits zum zweiten Mal führt das Hamburger Unternehmen cut-e, das auf modernes Online-Assessment spezialisiert ist, die internationale Studie über Trends und Veränderungen beim Einsatz verschiedener Personalauswahlmethoden durch und ermittelt ein Plus von fast 20 Prozent beim Einsatz von Personalentwicklungsmaßnahmen.

2.500 internationale Personalfachleute aus 15 Ländern haben an der aktuellen Studie teilgenommen. Analysiert wurden Recruitment-Entscheidungen und weltweite Trends bei der Anwendung von psychometrischen Beurteilungsmethoden bei der Bewerberauswahl.  

Eignungsdiagnostik wird immer wichtiger

Der Stellenwert von Eignungsdiagnostik zur Analyse der Bewerberkompetenzen bei der Personalauswahl und -entwicklung steigt global an. Die Studie ermittelt, dass besonders Unternehmen in den Niederlanden, in Norwegen, Schweden, im Vereinten Königreich und Irland verschiedene psychometrische Beurteilungsmodelle intensiv nutzen. In diesen Ländern wenden 80 bis 86 Prozent der Unternehmen Methoden der Eignungsdiagnostik an. Verglichen mit dem Vorjahresbericht fällt in diesen Ländern die deutliche Nutzungszunahme um bis zu 14 Prozent auf. Bei deutschen Unternehmen ist ein Plus von sechs Prozentpunkten zu verzeichen, hier liegt die Nutzer-Quote bei 63 Prozent.  

Der Trend geht zum Online-Assessment

Insgesamt 61 Prozent aller befragten Unternehmen nutzen Eignungsdiagnostik und andere Personalmaßnahmen für die Bewerberauswahl. Holländische Unternehmen führen die Liste mit 86 Prozent an; Rumänien bildet mit 33 Prozent das Schlusslicht.  Die Studie kommt zu folgendem Ergebnis: diagnostische Instrumente und Maßnahmen  werden zu 100 Prozent von Ländern eingesetzt, die über ein hochentwickeltes Personalwesen verfügen. Besonders relevant ist dabei die verfeinerte Messung und valide Messergebnisse. Ein weiterer Trend: Je größer das Unternehmen, desto häufiger werden psychometrische Assessment angewendet. Insgesamt ist ein klarer Trend zum Online-Assessment in allen untersuchten Ländern erkennbar. 83 Prozent aller befragten Firmen nutzen ausschließlich online-basierte Testinstrumente oder setzen parallel verschiedene Verfahren ein. Von den 15 untersuchten Ländern ist dabei Norwegen der Spitzenreiter und zeigt mit 88 Prozent die höchste Ausprägung beim Gebrauch der Online-Diagnostik, Spanien mit nur 19 Prozent die niedrigste.  

Was genau messen Unternehmen mit Eignungsdiagnostik?


 Unabhängig davon, ob das Unternehmen über 5000 oder unter 1000 Mitarbeiter beschäftigt: In erster Linie wollen die Personalverantwortlichen mit der Eignungsdiagnostik die persönlichen Eigenschaften, Motivation, Talente und Kompetenz des Bewerbers aufspüren. Um die spezifischen Kenntnisse oder die Berufserfahrung geht es erst in zweiter Linie. „Erfahrene Personaler sind auf der kontinuierlichen Suche nach den wahren Erfolgsfaktoren für gute Mitarbeiter und möchten diese nachweisbar messen“, kommentiert Dr. Achim Preuß, Geschäftsführer der cut-e Gruppe, diese Ergebnisse.  

Welchen Nutzen werden von Unternehmen vom psychometrischen Online Assessments erwartet?

Die Studie verdeutlicht, dass 72 Prozent der HR-Verantwortlichen mittels psychometrischer Modelle präzise, nachweisbare und verlässliche Aussagen für ihre Personalentscheidungen gewinnen möchten, damit sie das Risiko einer Fehlentscheidung minimieren. Jedes zweite Unternehmen möchte zudem eine Leistungseinschätzung prognostizieren oder gerechtere Personalentscheidungen treffen. Das Einsparpotential von Geld oder Zeit spielt eine untergeordnete Rolle. Unternehmen nutzen die Modelle bei Neu-Einstellungen und für die Personalentwicklung ihrer Mitarbeiter, seltener für die Vorauswahl oder einzelne Beförderungsmaßnahmen und kaum für Kündigungsentscheidungen. Auffällig zum Vorjahr ist ein Plus von fast 20 Prozent beim Einsatz für Personalentwicklungsmaßnahmen. „Möglich wäre, dass dieser Trend durch den Fachkräftemangel beeinflusst wird, da heute Unternehmen ihre verfügbaren Mitarbeiter verstärkt weiterentwickeln, anstatt neues Fachpersonal zu suchen“, deutet  Andreas Lohff, Geschäftsführer der cut-e GmbH, die starke Veränderung. Unternehmen überprüfen vor allem die Eignung von Facharbeitern, Fach- und Führungskräften sowie Auszubildenden. Die Studie zeigt hier deutliche länderspezifische Unterschiede. So führen beispielsweise Deutschland und Irland bei der Bewertung von Auszubildenden die Tabelle an.

Welchen Handlungsbedarf gibt es?

Die Studie macht auch deulich, dass weltweit nicht alle Personalentscheider einen vollständigen Überblick über die Bandbreite und die Palette der anspruchsvollen Instrumente haben, die ihre spezifischen Fragen beantworten. „Als Anbieter von online gestützten diagnostischen Assessmentwerkzeugen sehen wir in manchen Ländern noch Bedarf, HR-Verantwortliche vom Nutzen speziell für die Transparenz ihrer Personalentscheidungen zu überzeugen“, meint Dr. Preuß. Gegen das häufig geäußerte Gegenargument, Psychometrie sei teuer, argumentiert Preuß: „Die einmalige Investition erscheint zwar auf den Cent, aber die Kosten einer Personal-Fehlentscheidung oder eines ineffizienten Prozesses sind weit höher, aber verborgen“. Bereits zum zweiten Mal führt das Hamburger Unternehmen cut-e, das auf modernes Online-Assessment spezialisiert ist, die internationale Studie über Trends und Veränderungen beim Einsatz verschiedener Personalauswahlmethoden durch. 

Bild: lileilana @ photocase.de

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