ITB Consulting GmbH

Konzepte und Methoden in hoher Qualität für die professionelle Personalarbeit

18.12.17

Assessment Center und Development Center: Unterschiede und Merkmale

ITB Consulting erklärt den Unterschied zwischen einem Assessment Center und einem Development Center und gibt Tipps, wie diese für Recruiting und Personalentwicklung sinnvoll eingesetzt werden.

Für die Personalauswahl und die Personalentwicklung gibt es verschiedene wissenschaftliche fundierte Verfahren, die gleichzeitig praxisnah und effizient sind. Bei der Personalauswahl reicht die Produktpalette von ITB von Assessment Center, über spezielle Toplevel-Assessments bis hin zu elektronischen Postkorbübungen. Die Personalentwicklung dient der Entdeckung und Entfaltung von individuellen Potenzialen und Stärken. Auch hier bietet ITB verschiedene Verfahren an - Development Center, Management-Audits und Potenzialanalysen. 

Was ist ein Assessment-Center?

Um eingehende Bewerbungen sachlich und einheitlich zu bewerten, laden Unternehmen vermehrt potenzielle Arbeitnehmer zu fundierten Auswahlverfahren ein. Damit möchten sie subjektive und unfaire Kriterien weitestgehend ausschließen. 

Eine Einladung zu einem Auswahlverfahren, wie zum Beispiel ein Assessment Center, kann deshalb als ein gutes Zeichen gewertet werden. Das Unternehmen strebt eine faire Methode an, davon können Bewerber ausschließlich profitieren. Bei der Durchführung eines Assessment Centers kann es sich beispielsweise um ein Verfahren der ITB Consulting handeln. 

Assessment Center: Praxisnahe Übungsaufgaben 

In einem Assessment Center werden zuverlässige Aussagen über einen Teilnehmer ermöglicht. Dies geschieht, in dem die Teilnehmer verschiedene Aufgaben lösen, die Rückschlüsse auf aktuelle Kompetenzen und Potenziale geben. Während der Durchführung dieser vielfältigen Aufgaben werden die Teilnehmer von unterschiedlichen Experten (Berater und geschulte Führungskräfte) beobachtet. Durch die Vielfalt an Aufgaben und Beobachtern wird die Einschätzung des Teilnehmers objektiver als bei vergleichsweise anderen Verfahren. 

Für das Assessment Center sind verbindlich definierte Qualitätsstandards vorgesehen. In diesen Standards wird festgehalten, dass jeder Teilnehmer von einem transparenten und fairen Verfahren ausgehen kann. Bei den Aufgaben handelt es sich ausschließlich um praxisnahe Tätigkeiten aus dem beruflichen Alltag. Es werden keine irrelevanten Aufgaben gestellt, welche die Teilnehmer bloßstellen oder verletzen könnten.

Im Vorwege erhalten die Teilnehmer alle notwendigen Informationen, mit denen sie die verschiedenen Aufgaben bearbeiten können. Es herrschen die gleichen Bedingungen für alle Teilnehmer. Dies gilt ebenso für die Instruktionen der Beobachter des Assessment Centers.

Zu den klassischen Elementen eines Assessment Centers gehören:

  • Fallstudien
  • Postkorb-Übungen 
  • Szenarien  zur Erfassung des vernetzten Denkens
  • Tests zur Erfassung der Intelligenz
  • Präsentationen von Daten, Fakten, Projekten oder Argumenten
  • Rollenspiele und Simulationen wie Verhandlungen, Beratungs- und Mitarbeitergespräche
  • Gruppenübungen zur Erfassung von Führungsverhalten und Teamgeist
  • verschiedene Interviewformen

Development-Center: Die individuelle Förderung steht im Fokus

Neben Assessment Center bietet ITB auch Development Center an. Die Entwicklung und individuelle Förderung von Arbeitnehmern ist der zentrale Mittelpunkt von Development Centern. Es geht dabei um die Ermittlung und Beschreibung von Kompetenzen in Bezug auf eine zukünftige Position oder Aufgabe. Durch das Verfahren werden Stärken und Schwächen analysiert und so individuelle Lernziele festgelegt.  

ITB ermöglicht es Unternehmen, dass die Teilnehmer eines Development Centers eigene Prioritäten und Ziele verfolgen können. Das Development Center ist individuell auf Unternehmen und Zielgruppe zugeschnitten und wird gemeinsam mit Beschäftigten, Spezialisten der Personalentwicklung und ITB-Beratern durchgeführt. Vor dem Start des Centers ist eine tiefgreifende Anforderungsanalyse erforderlich. 

Viele Simulationsübungen sowie das Ermitteln von Potenzialen und Stärken des Assessment Center finden sich auch in Development Center Verfahren wider. 

Zu den klassischen Elementen eines Development Centers gehören weiterhin

  • Selbsteinschätzungen (Self-Assessments)
  • Feedbackgespräche (Peer-Assessments)
  • individuelle Lern- und Trainings­einheiten

So werden die Teilnehmer von Assessment Centern und Development Centern bewertet

Um die Teilnehmer von Assessment und Development Centern erfolgreich und individuell bewerten zu können, ist eine vorangestellte Definition der Kompetenzen wichtig und gibt den Maßstab vor. Die Nennung der Kompetenzen erfolgt in erster Linie durch das Unternehmen. 

Die Teilnehmer werden über beobachtbares Verhalten bewertet. Ausschließlich die Beobachtungen der Experten und Berater bilden die Grundlage der Evaluation. Spekulationen über nicht beobachtbares Verhalten finden keine Berücksichtigung. Nach der Durchführung erfolgt ein Austausch aller beteiligten Beobachter. Im Ergebnis werden zukünftige Aufgabengebiete, Einsatzmöglichkeiten und individuelle Entwicklungsmaßnahmen formuliert.

Der Erfolg bemisst sich also an folgenden Kriterien

  • Definierte Kompetenzen dienen als fixer Maßstab
  • Beobachtbares Verhalten dient als Grundlage der Bewertung
  • Eine Beobachterkonferenz formuliert die Ergebnisse 

Weitere Informationen finden Sie im Anbieterprofil von ITB auf PEATS.

Assessment Center
Development Center
Recruiting
Personalentwicklung
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Profiles International

Wer einen Engel sucht und sich nur auf weiße Flügel fokussiert, könnte am Ende mit einer weißen Gans nach Hause kommen!

07.12.17

Strategien für ein erfolgreiches Talent Management

Profiles International gibt spannende und hilfreiche Ratschläge, wie Unternehmen die richtige Strategie für Ihr Talent Management finden.

Zu lange Einstellungsverfahren, unflexible Recruitingmethoden und zu wenig Talent-Relationship - genau das sind viele Fehler im Talent Management. Profiles International gibt wichtige Tipps und Ratschläge zur Entwicklung Ihrer Talent Management Strategie. 

Begegnen Sie Ihrem Bedarf an Talenten mit einer guten Strategie!

Veränderungen gehören zu jedem Geschäft. Zurzeit aber sind diese Veränderungen von ganz besonderer Art. Gartner (ein führendes Marktforschungsinstitut aus Stamford zur Entwicklung in der IT) sagt, dass heute „Veränderung aufgrund digitaler Geschäftstechnologien fließend geworden ist“. Damit ist ein nicht endender, unberechenbarer und ansteckender Wandel gemeint, der sich in alle Bereiche ausbreitet. Veränderungen können deshalb nicht mehr nur Ihr operatives Geschäft sondern auch die Erwartungshaltung Ihrer Kunden beeinflussen – und damit wie diese einkaufen. Gleichzeitig betrifft dieser Wandel aber auch die Erwartungen Ihrer aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter. Wie also schafft es Ihr Unternehmen, schnell strategische Talentfindungslösungen zu entwickeln und mit gezielten Handlungen zu unterfüttern, um in einer sich ständig wandelnden Geschäftswelt zu bestehen?

Klassische, also herkömmliche Einstellungsverfahren können mitunter sechs bis neun Monate in Anspruch nehmen. Insbesondere dann, wenn man neben dem Findungsprozess auch noch den Entscheidungszeitraum und die Kündigungsfristen berücksichtigt. Ein besonderes Merkmal in der bereits eingeläuteten Digitalisierung ist die Geschwindigkeit. Also egal für welche Lösung Sie sich entscheiden: Ohne die nötige Geschwindigkeit werden Sie anderen nur nachschauen können.

Schnelle Talentfindungslösungen sind für den Erfolg Ihres Unternehmens entscheidend. Sie müssen, bereits bevor akuter Bedarf entsteht, wissen, wer für Sie die richtigen Talente sind und wo Sie diese – bei Bedarf – finden. Wie Ihre Marketingabteilung weiß, wer Ihre Marketing-Zielgruppe ist, müssen Sie auch im Talent Management wissen, wie Ihre Talent-Zielgruppe aussieht. Talent-Pipelining und Talent-Scouting werden das Zünglein an der Waage sein, und damit künftig über Gewinn oder Verlust entscheiden.

Schaffen Sie einen flexibleren und tiefergehenden Ansatz bei Neueinstellungen!

Die Suche nach neuen Talenten geschieht in der heutigen Welt nahezu reibungslos: Schließlich können Sie alle Kandidaten problemlos über soziale Netzwerke wie Xing, LinkedIn oder Facebook finden. Diesen Vorteil aber haben alle Unternehmen auf dem Markt gemeinsam. Deshalb wird der Kampf um die Besten noch härter, auch für Sie. Strategisch gut aufgestellte Unternehmen aber bauen sich einen Fundus an guten Talenten auf. Unternehmen wissen um ihre zukünftigen Ziele und können daher gut voraussagen, welche Fähigkeiten sie benötigen, um auch in der Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Deshalb sollten auch Sie einen flexiblen und tiefgreifenden Ansatz wählen und sich eine Talent-Pipeline voller qualifizierter Kandidaten aufbauen. Mithilfe dieser können Sie in der Zukunft schnell auf frei werdende Stellen reagieren. 

Belohnen Sie Ihre Talente!

Sobald Sie die richtigen Talente identifiziert haben, sollten Sie eine Beziehung (Talent-Relationship) zu ihnen aufbauen. Dann müssen Sie bei Bedarf nur noch entscheiden, wann Sie einstellen und nicht mehr wen Sie einstellen. So reduzieren Sie den Stress in Ihren Recruiting-Aktivitäten und vermeiden panische Entscheidungen. Der Einstellungsprozess beschleunigt sich, weil Sie ihre Talente bereits analysiert haben und deren Fähigkeiten und Bedürfnisse kennen. Auch das Onboarding wird beschleunigt, weil Sie bereits wissen, in welchem Entwicklungsstadium sich Ihre Talente befinden.

Bereits in der Relationship-Phase sollten Sie diverse Aktivitäten planen, die es Ihnen ermöglichen, Ihr Unternehmen positiv vorzustellen. Erfahrungen zeigen, dass zum Beispiel auch Maßnahmen wie eine kostenlose Potenzialanalyse mit individuellem Feedback gut bei zukünftigen Job-Kandidaten ankommen.

Eine vertiefende Beziehung zu Ihrer Potenzial-Gruppe erlaubt es Ihnen auch, ein besseres Verständnis der üblichen Kriterien wie Gehaltsvorstellungen und allgemeiner Marktsituation zu erlangen.

Binden Sie Ihre besten Talente langfristig! 

Jeder weiß, dass nicht alle Talente motiviert sind, später auch Führungsaufgaben zu übernehmen. Aus diesem Grund benötigen Sie ebenfalls eine entsprechende Pipeline für Führungskräfte. So stellen Sie sicher, dass Sie die richtigen Personen auf führende Positionen setzen. So können Sie Mitarbeiter länger halten, Veränderungen effizient organisieren und ihre Talente langfristig entwickeln. Ihr Unternehmen sollte deshalb sowohl eine Pipeline für Führungskräfte als auch eine für wichtige sonstige Talente aufbauen. 

Mithilfe fundierter, datenbasierter und wissenschaftlicher Auswahlsysteme wie zum Beispiel Online-Assessments können Sie Talente mit besonders großem Potenzial identifizieren und diese durch effektive Angebote zur persönlichen Weiterentwicklung motivieren.

Die Angebote von Profiles International helfen Ihnen dabei und ermöglichen es, der Konkurrenz auf dem Markt ein Schnippchen zu schlagen.

Talent Management
Talente
Recruiting
Online Assessment
Mitarbeiterbindung
Profiles International
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Peats Redaktion

Die PEATS-Redaktion informiert Sie über Trends in der Eignungsdiagnostik & berichtet über neue Features auf PEATS.

20.06.18

Einsatz und Relevanz von Bewerbungsunterlagen im Recruiting

Manche HR-Manager schwören auf die Aussagekraft von Bewerbungsunterlagen, andere würden sie am liebsten abschaffen - welche Strategien gibt es, um ohne Bewerbungsmappen gute Personalauswahl zu machen?

In früheren Zeiten wurde die Anschaffung einer neuen Maschine mit einer weitaus größeren Sorgfalt als die Rekrutierung bzw. die Einstellung neuer Mitarbeiter betrieben. Die Zeiten haben sich geändert. Heute zählt die Personalauswahl zu den wichtigsten Aufgaben in einem zukunftsorientiert ausgerichteten Unternehmen. Das so bezeichnete Humankapital hat von der Bedeutungskraft her zu den klassischen Ressourcen Kapital, Technologie und Rohstoffe längst aufgeschlossen.

Die Personalgewinnung durch neue Strategien optimieren

Dies liegt nicht zuletzt an der immer stärker in den Fokus gerückten Digitalisierung, an dem Fachkräftemangel, an raschen Veränderungen des Marktes sowie auch an dem allgemeinen Wertewandel. Einflüsse dieser Art haben zu tiefgreifenden Veränderungen der Arbeitswelt geführt. Traditionelle Einstellungskriterien müssen daher nicht nur überdacht, sondern strategisch überarbeitet werden. Nicht zuletzt aufgrund der Digitalisierung ist dabei das eRecruiting in den Fokus gerückt. Zu einem modernen Recruitingprozess dieser Art zählen:

  • Erstellen einer unternehmenseigenen Karriereseite. Ein aussagekräftiger und sympathischer Online-Auftritt hebt Unternehmen von der Konkurrenz ab. Zudem wird die Bekanntheit gesteigert und die besten Kandidaten werden erreicht.
  • Nutzen von Jobbörsen. Hier kann die größte Zahl an Jobsuchenden bzw. an potentiellen Kandidaten gefunden werden.
  • Mobile Recruiting: Ist auf die Nutzer von mobilen Endgeräten zugeschnitten. Viele Firmen haben hier noch Nachholbedarf bzw. Verbesserungspotential. Laut der Studie Mobile Recruiting von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg halten noch fast 70 Prozent der Smartphone-Nutzer und fast 45 Prozent der Tablet-User die mobile Bewerbung für zu umständlich strukturiert seitens der Unternehmen.
  • Active Sourcing: Unter diesem Begriff sind Maßnahmen zusammengefasst, die der Identifizierung sowie der direkten Ansprache potenzieller Kandidaten dienen. Das Unternehmen gibt quasi online eine Initiativbewerbung bei einem Wunschmitarbeiter ab.
  • Twitter Cards: Bietet die entscheidendsten Informationen zur Stelle und liefert einen Link zur vollständigen Stellenanzeige.
  • Social Media Recruiting: Mit einer eigenen Seite auf Facebook, Linkedin, Google+, Xing, You Tube oder Twitter können Unternehmen ihre Sichtbarkeit erhöhen und eine größere Zahl von geeigneten Bewerbern erreichen.
  • Recruiting Apps: Mehrere Varianten sind möglich. So sind Apps erfolgversprechend, bei denen Kandidaten ihr eigenes Profil hinterlegen. Sie erhalten dann passende Jobangebote. Oder es werden Testfragen hochgeladen, auf deren Basis ein anonymes Talentprofil erstellt wird. Unternehmen können dies dann mit ihrem eigenen Anforderungsprofil vergleichen.

Die Bedeutung von klassischen Bewerbungsunterlagen auf dem Prüfstand

Auch der Umgang mit den klassischen Bewerbungsunterlagen steht hierbei im Fokus. Denn in der Unternehmenspraxis gibt es zumeist keine festgelegten bzw. standardisierten Bewertungskriterien der eingereichten Unterlagen von Bewerbern. Auf der anderen Seite legen andere Personalabteilungen extrem eng gefasste Beurteilungskriterien an. Dadurch steigt aber das Risiko, dass ein Personalentscheider geeignete Bewerber übersieht. Trotz oder gerade aufgrund dieser fehlenden Bewertungsrichtlinien oder aber wegen zu eng gefasster Bewertungskriterien, lassen Personalverantwortliche zudem oftmals Ihr Bauchgefühl bei der Beurteilung von Bewerbungsunterlagen entscheiden.

Die wirklich wichtigen Informationen aus Bewerbungsunterlagen herausfiltern

Ein grundsätzliches Problem hinsichtlich der Bewerbungsunterlagen entsteht zudem durch eine unterschiedliche Auffassung der Personaler, was letztendlich wirklich wichtige Informationen sind. Uwe Peter Kanning, Psychologe und Professor der Wirtschaftspsychologie, hat diesbezüglich die Relevanz der einzelnen Unterlagen detailliert unter die Lupe genommen. Demnach besitzen Bewerbungsunterlagen eine eher niedrige Aussagekraft.

Die Bedeutung von Bewerbungsunterlagen und Inhalten im Einzelnen

  • Anschreiben: Hat keine Bedeutung; bietet lediglich Anlass zu willkürlichen Interpretationen.
  • Arbeitszeugnisse: Besitzen kaum Aussagekraft. Zum einen verbietet der Gesetzgeber negative Bewertungen. Zum anderen werden Arbeitszeugnisse von den Arbeitnehmern oftmals selbst formuliert. Kodierungen helfen hier nicht viel, da gerade kleinere Unternehmen diese Techniken nicht beherrschen oder einsetzen.
  • Lebenslauf: Lücken im Lebenslauf werden von der Bedeutung her überschätzt. Es gibt lediglich eine Studie zu diesem Thema. Ein echter Zusammenhang zwischen Lücken im Lebenslauf und einschlägigen Persönlichkeitsmerkmalen, die zu einer schlechteren Leistung führen, konnte dabei nicht bzw. nur auf geringstem Niveau (0,81 bis 2,19 Prozent von mehr als 1.400 Teilnehmern) nachgewiesen werden. Für längere Lücken sollte der Kandidat allerdings eine plausible Erklärung liefern. Trotzdem enthält ein tabellarischer Lebenslauf zahlreiche wichtige auswahlrelevante Informationen wie Schul- und Berufsabschlüsse, spezifische Berufserfahrung, Sprachkenntnisse oder etwa Weiterbildungen.
  • Noten: Bei Unternehmen bestimmter Fachrichtungen sind eventuell die Schulnoten in einzelnen Fächern, wie beispielsweise in den Naturwissenschaften oder in der Mathematik, von Bedeutung. Der Durchschnitt der Schulnoten ist diesbezüglich aussagekräftiger, da dieser Rückschlüsse auf Leistungspotenzial und -bereitschaft zulässt.
  • Rechtschreibung und Grammatik: Es gibt keinerlei Studienergebnisse, die aufzeigen, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Rechtschreibung bzw. Grammatik und der späteren Leistung gibt.
  • Berufserfahrung: Die Vielfalt an Tätigkeiten ist für Unternehmen entscheidender als die verbrachte Zeit in einem Beruf. So können Einsatzmöglichkeiten und Potenziale besser eingeschätzt werden.

Für Azubis ist der menschliche Faktor das Zünglein an der Waage

Modernes Recruiting sollte auch immer kreativ sein und auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten sein. Sollen beispielsweise Azubis eingestellt werden, ist es empfehlenswert, eine moderne, zeitangepasste Sprache zu verwenden und die bei der Jugend angesagten Kanäle zu nutzen. Wichtig ist auch die Schaffung von realen Kontaktpunkten bzw. von Begnegungsräumen (Praktika, Probearbeiten etc.). Hier kann herausgefunden werden, ob ein potentieller Azubi zu einem Unternehmen passt. In der Azubi-Recruiting Trends 2017-Studie wird diesbezüglich zudem darauf hingewiesen, dass für potentielle Azubis der menschliche Faktor eminent wichtig ist. Dieser spiegelt sich im Kommunikationsverhalten wider.

Die Digitalisierung hat nur wenig Einfluss auf das Recruiting von Führungskräften

Im Gegensatz dazu hat die Digitalisierung vergleichsweise wenig Einfluss auf das Recruiting von Führungskräften. Ansprachen zum Beispiel über XING oder LinkedIn stehen laut der Signium-Studie bei Führungskräften nicht hoch im Kurs. Manager möchten diskret und professionell angesprochen werden. Auch die auf dem amerikanischen Markt bereits fest etablierten Referral-Programme finden bei deutschen Führungskräften nur langsam Anklang.

Unterschiede bei der Bedeutung der Bewerbungsmappen

Auch wenn gerade Azubis Bewerbungsunterlagen enorm wichtig nehmen, spielen diese bei der Rekrutierung von Führungskräften eine weitaus größere Rolle. Denn hier kommt es durchaus auf eine übersichtliche Bewerbungsmappe, ein prägnant-individuelles Anschreiben, das Aufzeigen des Wechselgrundes, die eigene Mobilität und natürlich einen strukturierten Lebenslauf an, in dem Schwerpunkte gesetzt sowie die aktuellen und relevanten Positionen beschrieben werden.

Spezielle Testverfahren und eignungsdiagnostische Instrumente als Lösungsansatz

Um aber die Persönlichkeit eines Bewerbers - unabhängig davon, ob Azubi, Fachkraft oder Manager - und die menschliche Komponente an sich einordnen zu können, sollte der Recruitingprozess um spezielle Auswahlverfahren erweitert werden. Denn alleine die Bewerbungsunterlagen lassen keinen Raum für eine valide Einschätzung. Die Qualität bzw. die Aussagekraft von Bewerbungsbeurteilungen können Personaler dabei beispielsweise durch Online-Testverfahren respektive mit eignungsdiagnostischen Instrumenten deutlich optimieren. Mittels der Eignungsdiagnostik lässt sich weitaus exakter die Eignung eines Bewerbers für eine bestimmte Position oder eine bestimmte Tätigkeit vorhersagen. In einem modernen Recruiting bildet die Eignungsdiagnostik daher auch die Basis für fundierte und strukturierte Personalentscheidungen. Darüber hinaus bieten einige Anbieter umfassende Software Lösungen an, mit denen der gesamte Auswahlprozess verbessert und vereinfacht werden kann. Die Kandidaten werden nicht nur auf Ihre Eignung hin überprüft, sondern der gesamte Prozess wird in einem Bewerbermanagementsystem abgebildet. Das ermöglicht qualitatives Ranking der Kandidaten, Prozesssteuerung, und Kommunikation in einem.

Personalgewinnung
Recruiting
Personalauswahl
Fachkräftemangel
Bewerbungsunterlagen
Mobile Recruiting
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Peats Redaktion

Die PEATS-Redaktion informiert Sie über Trends in der Eignungsdiagnostik & berichtet über neue Features auf PEATS.

24.04.18

Infografik zur Eignungsdiagnostik - Schritt für Schritt Anleitung

In 10 Schritten die wichtigsten Meilen- und Stolpersteine kennen lernen, die bei der Auswahl des geeigneten eignungsdiagnostischen Instruments vorkommen.

Wir möchten Ihnen zeigen, wie Sie – Schritt für Schritt – zum Anwender eines Personal- oder Eignungstests werden können und was genau Sie hierbei erwartet. Die Anleitung finden Sie in der nachfolgenden Infografik. Weitere Informationen und Details zu den einzelnen Steps finden Sie auf dieser Seiten weiter unten. 

PDF

Anleitung zur Eignungsdiagnostik

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1. Machen Sie sich eine Checkliste

Egal ob Sie ein Instrument für einen Auswahlprozess oder ein Personalentwicklungskonzept verwenden möchten – stellen Sie Fragen und sammeln Sie Informationen. Das hilft um Vorstellungen zu konkretisieren. Es hilft, wenn Sie die Fragen in „organisatorisch“ und „ergebnisorientiert“ einteilen. Die Fragen können folgendermaßen lauten:

  • Welche Ziele wollen wir erreichen?
  • Für welche Zielgruppen suchen Sie einen Personaltest? 
  • Welches Budget ist vorgesehen?
  • Welche Merkmale sollen erfasst werden?
  • Haben wir bereits Anforderungsprofile oder Stellenbeschreibungen?

Beraten Sie sich mit Ihren Kollegen, vielleicht gibt es jemanden im Team, der schon Erfahrung mit der Anwendung und den Ergebnissen hat? Sie können eine gute Entscheidung treffen, wenn der gesamte Prozess geplant ist.

Checkliste

Mit dieser Checkliste sind Sie gut vorbereitet

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2. Begeben Sie sich auf die Suche nach dem perfekten Tool

Das perfekte Tool für Ihre spezielle Zielsetzung wird Ihnen nicht so einfach über den Weg laufen. Das Problem ist der unübersichtliche Markt und viele sehr unterschiedliche Produkte. Zudem gibt es Qualitätsunterschiede, die nicht leicht zu erkennen sind. Vergleichen Sie also erst einmal verschiedene Anbieter und Softwarelösungen. Der PEATS-Toolfinder bietet Ihnen hier eine ideale erste Möglichkeit, in die verschiedenen Dimensionen der Verfahren vorzudringen und ermöglicht eine Vergleichbarkeit. Mit Filteroptionen nach Zielgruppe oder Einsatzgebiet fischen Sie nicht allzu lange im Dunkeln, sondern erhalten eine bereits sehr viel kleinere Auswahl an potenziellen Tools für Ihr Problem.

Toolfinder

Finden Sie das passende Tool

Tools Suchen

Die Suche nach Erfahrungsberichten zu verschiedenen Instrumenten im Internet ist nicht immer erfolgsversprechend und zielführend. Der Grund dafür liegt darin, dass ein Verfahren für ein Unternehmen ideal passen kann, aber für ein anderes leider gar nicht infrage kommt. Bei der Bewertung spielen auch individuelle Vorlieben eine große Rolle – für wen ist es wichtig, dass das Tool differenzierte Anforderungsprofile hinterlegt hat? Wer legt Wert auf eine einfache Handhabung des Tools ohne Zertifizierungsmaßnahmen? Wer entscheidet sich in jedem Fall für das kostengünstigste Verfahren?

Für alle Fälle gilt, dass das Tool bestimmten wissenschaftlichen Kriterien genügen sollte. Dazu mehr in Punkt 4.

3. Begutachten Sie Ihr erstes Rechercheergebnis

Wenn Sie einen ersten Tool-Fundus aus Ihrer Recherche vorweisen können, begutachten Sie Ihre Ergebnisse. Lesen Sie sich durch, was in jedem Tool gemessen wird. Was beinhaltet die Lösung alles? Was gibt es für zusätzliche Optionen wie die Aufbereitung eines Reporting oder eine individuelle, maßgeschneiderte Anpassung an Ihre Ausgangslage? Das betrifft beispielsweise auch die Anforderungsprofile. Hier ist entscheidend, ob Sie selbst gut ausdifferenzierte Stellenbeschreibungen haben oder sogar schon Anforderungsprofile für die einzelnen Positionen.

Was klingt zwar interessant, ist für Ihre Checkliste nicht relevant? Versuchen Sie bei der detaillierten Betrachtung der Tools immer Ihre eingangs festgelegten Fragen und Ergebnisse im Kopf zu behalten, lassen Sie sich nicht von Floskeln oder allgemeingültigen Formulierungen blenden. Versuchen Sie, die Ergebnisse zu priorisieren. 

4. Fordern Sie das Manual ein

Vergessen Sie nicht, dass eignungsdiagnostische Lösungen und Personalentwicklungstools mit ihren Fragebögen einen Bezug zur Persönlichkeit oder zum Verhalten der Testperson herstellen und aus den gegebenen Antworten psychologische Schlüsse ziehen. Es ist ein sehr komplexes Konstrukt, das mit einem Online-Assessment entschlüsselt werden soll.

Wenn Sie also ein Verfahren in die engere Auswahl nehmen, fordern Sie in jedem Fall das Manual und zusammenfassende Studien ein. Nur so erfahren Sie, welche wissenschaftlichen Theorien und Berechnungen im Verfahren angewandt werden. Und nur so können Sie sicher sein, dass es sich um eine wissenschaftliche Herangehensweise handelt und die Ergebnisse Ihrer Testperson fundiert ausgewertet werden. Überprüfen Sie Metaanalysen und lassen Sie sich wenn möglich Validierungsstudien geben. 

Verweigert ein Anbieter Ihnen die Aushändigung der Anleitung, sollten Sie von einem Kauf Abstand nehmen.

5. Lernen Sie Anbieter und Berater kennen

Kontaktieren Sie die Menschen, die hinter dem Anbieterprofil stecken. Treffen Sie sich mit Anbietern und Beratern und starten Sie einen intensiven Austausch. Es geht hierbei darum, die für Sie wichtigsten Fragen zu klären. Lassen Sie sich von den Spezialisten genauestens das Produkt, die Ausführung und die Auswertung erklären. Je besser Sie das Instrument selbst verstehen, desto leichter fällt Ihnen die Anwendung. 

Sie erfahren auch, warum der Einsatz der Verfahren die Objektivität und die Validität im Auswahlprozess erhöht und professionalisiert. Dadurch bekommen Sie die wesentlichen Argumente an die Hand, mit denen Sie im nächsten Schritt Kollegen oder Vorgesetzte überzeugen können.

Überprüfen Sie frühzeitig, ob die Merkmale, die von dem Test gemessen werden, mit den Anforderungen aus Ihren Stellenbeschreibungen übereinstimmen. Treffen Sie am besten jetzt schon die wichtige Entscheidung ob sie eigene differenzierte Anforderungsprofile erstellen wollen oder ob die bereits hinterlegten Profile in den Tools zu Ihren Anforderungen passen. Mehr dazu siehe Punkt 9.

Dieser Schritt ist jedoch nicht nur dafür da, Informationen und Kenntnisse zu sammeln. Geben auch Sie viel von sich preis: Seien Sie ganz ehrlich und teilen Sie mit dem Anbieter und/oder dem Berater, welche genaue Vorstellungen und Absichten Sie mit einem Eignungstest oder einer Motivationsanalyse verfolgen. Hier wieder ein Verweis an Ihre vorher ausgefertigte Checkliste. Was möchten Sie erreichen? Was ist relevant? Was ist irrelevant? Je besser Anbieter und Berater über Ihre Intentionen, Ihre Ziele Bescheid wissen, desto besser können diese Sie bei der Anwendung eines Tools unterstützen. 

6. Werden Sie und Ihr Unternehmen selbst zum Testanwender

Lassen Sie Ihre Kandidaten oder Mitarbeiter nicht alleine ins kalte Wasser springen – überzeugen auch Sie sich von einem Auswahlverfahren und testen Sie es.

Nicht immer gibt es kostenlose Testversionen für HR-Manager, Vergünstigungen sind aber durchaus üblich – insbesondere dann, wenn bereits erste persönliche Gespräche stattgefunden haben. Testen Sie 2-3 verschiedene Tools, um sich selbst von der Anwendung und auch ganz konkret von dem Ergebnis zu überzeugen. Zur Durchführung gehört fast immer auch eine Auswertung beziehungsweise ein persönliches Auswertungsgespräch. Sie werden sicher auch spannende Erkenntnisse über sich selbst gewinnen. 

So erhalten Sie ein Gefühl dafür, welche Art von Fragen auf den Kandidaten zukommen, wie der genaue Ablauf aussieht und – was sehr wichtig ist: Wie man sich als Teilnehmer eines Eignungstests fühlt. Auf diese Weise können Sie zukünftige Bedenken, Kritik oder andere Reaktionen sehr viel besser nachvollziehen.

Im Idealfall bietet Ihnen der Anbieter des Tools sogar an, dass Sie lokale Validierungsstudien durchführen können - also innerhalb Ihres Betriebes mit einer eigenen Zielgruppe das Verfahren testen und überprüfen. Dabei erfahren Sie auch, wie die Ergebnisse der Verfahren mit den Kennzahlen Ihres Unternehmens zusammenhängen.

7.   Leisten Sie Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit

Manchmal gibt es Vorbehalte gegenüber der Eignungsdiagnostik – sowohl im Unternehmen als auch bei Bewerbern. Dies liegt daran, dass sie auf Teilnehmerseite Unsicherheiten auslösen können, auf Unternehmensseite Zweifel an der Validität oder Notwendigkeit. 

Nehmen Sie das Zepter in die Hand und versuchen auch Sie nun, das Instrument intern und extern bei allen relevanten Stakeholdern (Vorgesetzter, Belegschaft, Betriebsrat, Datenschutzbeauftragter, Bewerber) vorzustellen und Vertrauen in die eignungsdiagnostische Lösung aufzubauen. Leisten Sie Aufklärungsarbeit. Zeigen Sie auf, wie das Messverfahren funktioniert, wie Sie damit Kosten einsparen, Prozesse verkürzen  und Qualität erhöhen können. Beschreiben Sie, worum es bei dem Personaltest geht und auch wo dieser seine Grenzen hat. Dies erhöht die interne Akzeptanz für die Anwendung des Testes.

8.   Gehen Sie in die Verhandlung

Wenn Sie sich für ein Tool entschieden haben, geht es für den finalen Schritt in die interne Verhandlung: Wie viel Budget möchten wir investieren?

Selbstverständlich achten Sie darauf, dass sich die Investition für Ihr Unternehmen lohnt. Aber: Bitte sparen Sie nicht am falschen Ende!

Die Praxis zeigt, dass manche Unternehmen mit einem großen strategischen Vision in das Projekt Eignungsdiagnostik starten, sich aber unterm Strich nur für eine kurzfristige Lösung entscheiden. Die Auseinandersetzung mit den Veränderungen im Prozess und den Kosten für das Instrument sorgt manchmal dafür, dass die Strategie plötzlich an Priorität verliert.

Besonders wenn der Punkt “7. Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit” nicht zum erwünschten Erfolg geführt hat, kann es passieren, dass das strategische Ziel aus den Augen gerät. Manche Personalmanager entscheiden sich an der Stelle doch nur für eine abgespeckte, für ihre Zwecke nur partiell geeignete Lösung (Wir probieren das Instrument erst einmal an einem Standort mit zwei Führungskräften).

Machen Sie bitte nicht diesen Fehler. Bleiben Sie bei der langfristigen strategischen Ausrichtung. Es lohnt sich, denn unterm Strich werden Sie Kosten einsparen. Starten Sie eine Berechnung, hier ein paar der wichtigsten Fragen und Stichworte für Ihre Kosteneinsparung:

  • Kosten durch Fehlbesetzungen sind extrem hoch. Dies ergab die Studie “Recruiting Trends 2014” der Uni Bamberg.
  • Wie viel ist die Time-to-Hire im Besetzungsprozess wert?
  • Wie viel ist die Quality-of-Hire im Besetzungsprozess wert?
  • Wie viel kostet unsere Fluktuation? Wie viel könnten wir sparen, wenn wir das Tool einsetzen und damit die Fluktuation verringern?
  • Wie viel ist es wert, dass wir mit diesem Tool die Mitarbeiterbindung stärken können, weil wir uns für Kandidaten mit dem idealen „Cultural Fit“ entscheiden?

Sie werden feststellen, dass sich die Anwendung einer eignungsdiagnostischen Lösung auf lange Sicht auszahlt.

9. Beginnen Sie mit der praktischen Arbeit

Sie konnten also Ihren Vorgesetzten überzeugen und haben sich nicht für eine verkleinerte Version des Tools entschieden. Dann geht es jetzt los mit der praktischen Arbeit.

Es geht darum, dass Sie genau definieren, was Ihr Unternehmen ausmacht und welche konkreten Anforderungsprofile sie rekrutieren oder entwickeln möchten.

  • Was macht das Unternehmen aus? Wie ist unsere Unternehmenskultur?
  • Welche Qualifikationen der Mitarbeiter sind für welche Stellen besonders wertvoll?
  • Welche fachlichen und persönlichen Anforderungen stellen wir an die Vakanzen?

Im Idealfall nutzen Sie die Methode der “Critical Incidents” bei der Erstellung von Anforderungsprofilen. Mit dieser Methode können Sie systematisch und strukturiert vorgehen. 

Das hilft Ihnen dabei, die Anforderungsprofile zu definieren und die Tests zu kalibrieren, später hilft es Ihnen konkret bei der Umsetzung dabei, die Auswertungsergebnisse zu analysieren.

Eventuell lassen Sie sich von dem Anbieter zertifizieren und besuchen eine Schulungsmaßnahme, die zwischen einem und (selten) drei Tagen dauert. Dort lernen Sie alles über die Hintergründe und den Einsatz des Verfahrens. Die meisten Schulungen sind sehr anwendungsbezogen, Sie können dort üben, wie Sie Auswertungsgespräche führen und wie die Ergebnisse zu interpretieren und zu kommunizieren sind. Hier ist der Austausch mit den anderen Teilnehmern meist sehr wertvoll und Sie können gute Kontakte zu anderen HR Managern oder auch Beratern knüpfen. Danach legen Sie direkt los, damit sich das erlernte durch die praktische Umsetzung sofort festigen kann.

10.   Stehen Sie den Teilnehmern zur Seite

Kommunizieren Sie die Inhalte und die Anwendung des Tools und geben sie den Teilnehmern ein Briefing – erklären Sie den Ablauf des Verfahrens, benennen Sie Ziel und Zweck des Personaltests. Damit wirken Sie potenzieller Verunsicherung entgegen.

In der Regel bespricht ein mit dem Tool zertifizierter Berater in einem persönlichen Gespräch mit dem Teilnehmer, wie die Ergebnisse zu interpretieren sind und welche Schlüsse die Auswertung ergeben hat. Sollte dies nicht der Fall sein und Sie haben sich selbst zertifiziert, werden Sie nach einem Assessment das Gespräch führen. Die meisten Anbieter erwarten, dass Ihre Tools nur mit einem persönlichen Gespräch an die Probanden ausgeliefert werden. Es gibt hier Ausnahmen, in Auswahlverfahren kommt es manchmal auch vor, dass keine Ergebnisse an die Probanden rückgemeldet werden.

Im Gesprächs ist es gut, wenn Sie offen für Rückmeldungen und Feedback sind– wo gab es Probleme? Welche Teile des Fragebogens waren schwierig zu lösen? Wo hat sich der Teilnehmer unverstanden gefühlt?

Seien Sie sensibel, der Teilnehmer des Assessments eröffnet Ihnen in diesem Moment zahlreiche Persönlichkeitsmerkmale – erinnern Sie sich an Ihre eigene Testteilnahme und das Auswertungsgespräch.

Viel Erfolg!


Übrigens: Wir verstehen den Einsatz von Personalauswahl- und Personalentwicklungsverfahren nicht als Universallösung, sondern sehen Sie lediglich als einen Teil des gesamten Prozesses. Ein Eignungstest ersetzt nicht das persönliche Gespräch mit dem Team oder dem Vorgesetzten.

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