Peats Redaktion

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06.02.14

Online Assessment ist keine Einbahnstrasse

Assessments werden in der Personalauswahl eingesetzt und nützen dem Arbeitergeber und dem Arbeitnehmer gleichzeitig.

Entsprechend der aktuellen Arbeitsmarktsituation ist die Anzahl der neuen Einstellungen im Jahr 2013 etwas zurückgegangen. Überwiegend werden Fachkräfte gesucht (87 Prozent), Hochschulabsolventen (66 Prozent) und Führungskräfte (42 Prozent). In Deutschland werden mit 54 Prozent vor allem Führungskräfte gesucht. Damit eine Neueinstellung erfolgreich ist, müssen einige Punkte berücksichtigt werden. Besondere Aufmerksamkeit verdient das Stellenprofil beziehungsweise das Anforderungsprofil, damit die fachlichen und persönlichen Kompetenzen des Bewerbers mit den Anforderungen der Stelle abgeglichen werden können.

Denn die Diskrepanz zwischen Jobprofil und Alltag im Job ist zumindest laut dieser Studie der häufigste Grund für Unzufriedenheit bei Managern an einem neuen Arbeitsplatz. Die Personalberatung InterSearch Executive Consultants hat für die Studie 150 Vorstände, Geschäftsführer sowie Bereichsleiter befragt. Zwei von fünf Befragten kritisieren, dass das neue Unternehmen ihnen zu hohe Ziele setzte, die in zu kurzer Zeit erreicht werden sollten. Fast ebenso viele sagen, die Unternehmenskultur sei ganz anders als erwartet. Ein Drittel mussten feststellen, dass sie für die neue Position eigentlich andere Fachkenntnisse und Sozialkompetenzen gebraucht hätten - oder dass sie von ihrer Persönlichkeit her nicht in das Unternehmen passten.  

Mitarbeiterauswahl ist für alle da

Wenn Arbeitnehmer entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten eingesetzt werden würden, könnten enorme Geldbeträge eingespart werden. Mitarbeiter am falschen Platz führt automatisch zu Frustration, schon eine geringfügige Erhöhung der Treffsicherheit der Prognosen dagegen zu Einsparungen in Milliardenhöhe. 

Gute und gezielte Mitarbeiterauswahl dient immer beiden Seiten – dem Unternehmen bei Kosteneinsparungen und der Senkung der Mitarbeiterfluktuation und dem Mitarbeiter in der Motivationssteigerung. Laut Eignungsdiagnostiker Heinrich Wottawa, Professor für Psychologie und Eignungdiagnostik an der Universität Bochum, ist es klar, dass Unternehmen und Bewerber gleichermaßen davon profitieren: "Für Unternehmen werden die Auswahlprozesse billiger, schneller und aussagekräftiger." Und der Bewerber: „erfährt mehr über sich selbst und das, was er am besten aus seinen Anlagen machen sollte.“ Kenntnisse über eigene Soft Skills autorisieren einen Bewerber dazu, selbst entscheiden zu können, ob ein Beruf, ein Job oder ein Arbeitgeber zu ihm passt oder nicht. 

Ziel der Berufseignungsdiagnostik ist es, Zusammenhänge zwischen menschlichen Merkmalen und beruflichem Erfolg aufzudecken. Dabei ist der Bewerber nicht in einer passiven Situation. Vielmehr sollte er die Erkenntnisse aus der Potenzialanalyse dahingehend nutzen, sich selbst in den Zusammenhang zu setzen. Es geht also um eine genaue Passung zwischen den fachlichen und persönlichen Stärken des Bewerbers und dem Unternehmen – für beide Seiten ein wichtiger Prozess.

Bild: Level17@iStock.com 

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