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26.05.10

Kreative Intelligenz Teil 2

Das Bedürfnis etwas zu schaffen setzt kreative Ressourcen frei. Deshalb sind Chaos und Leere im Endeffekt oft produktiv.

Um gute Ideen zulassen zu können brauchen wir ein bisschen Chaos. Leere, Unordnung oder Verwirrung können uns dabei helfen, etwas Neues zu kreieren. Das liegt daran, dass das Bedürfnis, etwas zu schaffen bzw. Ordnung zu schaffen, kreative Ressourcen freisetzt.

Im Spiel und in der Kunst geschehen dabei ähnliche Vorgänge. "Kunst hat den Auftrag, nachzudenken, frei zu sein und sich nicht in einen konkreten Nutzen pressen zu lassen, also konsumierbare Produkte herzustellen", sagt Friedrich von Borries, Designtheoretiker an der HfbK im Hamburger Abendblatt

Spielen ist nicht zweckgebunden, es ist die Fähigkeit, die "reale" Welt in eine selbst erdachte Welt zu verwandeln.  Wir können uns zum Beispiel daran erinnern, wie wir als Kinder in Rollen und Situationen schlüpfen konnten, wenn wir spielten. Als Erwachsene haben wir eigentlich immer noch das Bedürfnis nach solchen Erfahrungen, wir erlauben es uns bloß nicht oft. Das Spiel ist ein zweckfreies Tun, das seinen Sinn in sich selbst hat.  "Der Mensch spielt nur, wo er Mensch ist und ist nur Mensch, wo er spielt" Friedrich Schiller.  

Spielen trainiert Kommunikations- und Imaginationsfähigkeiten, im Spiel erfindet man von Moment zu Moment, versucht, neue Denk- und Verhaltensweisen angesichts einer Problemstellung auszuprobieren. Es wird kurzerhand ein neues Universum erschaffen. "Laut der griechischen Mythologie erfanden die Götter das Spiel. Die Erfindung des Würfels zum Zweck des Spielens soll auf den Gott Hermes zurückzuführen sein". wiki 

Der Wirtschaftswissenschaftler Karl-Heinz Brodbeck von der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt "schlägt seinen Studenten in einer Übung vor, sich ein Quadrat vorzustellen. Das mag banal klingen, bringt aber sehr unterschiedliche Ergebnisse hervor«, sagt er. »Manche sehen Leuchtstoffröhren, andere schreiben geometrische Formeln auf, wieder andere spielen in Gedanken mit bewegten Würfeln.« So bekomme jeder mit, wie andere denken, und könne selbst gewohnte Muster aufbrechen – bestenfalls auch bei Aufgaben, die komplexer sind als die Übung mit dem Quadrat". Zeit.de 

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